Gastschulaufenthalte im Ausland

Das Beratungsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, die sich über einen Gastschulaufenthalt im Ausland während der Mittel- oder Oberstufe informieren möchten. Neben den schulischen Rahmenbedingungen für einen solchen Aufenthalt ist dabei eine Vielzahl von Aspekten zu würdigen.

Die Schülerinnen und Schüler, die einen Gastschulaufenthalt anstreben, sollten in den letzten Schuljahren konstant gute bzw. sehr gute Leistungen zeigen, damit die Übergänge zur Gastschule und zurück in die Oberstufe des Hittorf-Gymnasiums möglichst problemlos verlaufen.

Im achtjährigen Bildungsgang gibt es verschiedene Möglichkeiten der zeitlichen Gestaltung des Gastschulaufenthalts. In der Regel sollte der Auslandsaufenthalt ein zusätzliches Schuljahr sein, das idealerweise nach der Einführungsphase, dem ersten Jahr der Oberstufe, stattfindet. Möglich ist auch, direkt nach der 9. Klasse eine Gastschule zu besuchen. Die Einführungsphase wird dann an der deutschen Schule nachgeholt. Besonders leistungsstarke Schüler können sich den Aufenthalt weiterhin als Einführungsphase anrechnen  lassen. Das Auslandsjahr wird in diesem Fall auf die Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe angerechnet. Wird das Auslandsjahr dagegen eingeschoben, wird es nicht auf die Höchstverweildauer angerechnet.

Bei der Variante, ein halbes Schuljahr bzw. drei Monate an einer ausländischen Schule zu verbringen, empfiehlt sich ein Aufenthalt während des ersten Halbjahres der Einführungsphase, da dann der Mittlere Schulabschluss sowie ggf. das Latinum am Ende der Einführungsphase erworben werden können. Nach einem Auslandsaufenthalt im zweiten Halbjahr der Einführungsphase können Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn ohne Versetzungsentscheidung fortsetzen, wenn zu erwarten ist, dass sie in der Qualifikationsphase erfolgreich mitarbeiten können.

Wird die Schullaufbahn nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt oder nach einem Auslandsaufenthalt im zweiten Halbjahr der Einführungsphase ohne Versetzungsentscheidung fortgesetzt, werden der Mittlere Schulabschluss sowie der schulische Teil der Fachhochschulreife nach erfolgreichem Durchgang durch das erste Jahr der Qualifikationsphase erworben. Ausländische Leistungsnachweise können aufgrund einer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz nicht übernommen werden.

Unter Berücksichtigung der Komplexität dieser Bedingungen ist es notwendig, frühzeitig mit der Schule in Kontakt zu treten. Aufgrund vielfältiger Erfahrungen empfehlen wir auch den Aufschub des Auslandsaufenthaltes bis zum Studienbeginn zu erwägen (vgl. Erasmus-Austauschprogramm der EU).

Der Antrag auf Beurlaubung der Schüler für den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes muss an den Schulleiter gerichtet werden.

Zusätzlich zu diesem Angebot findet im 2. Halbjahr der Klasse 8 eine gesonderte Information der Schülerinnen und Schüler statt.