1. Jahr Erasmus+ in Recklinghausen

Unser Erasmus+ -Projekt startet!

Erstes Projektmanagementtreffen in Recklinghausen (27.-30.10.14)

Zu unserem ersten offiziellen Erasmus+ -Treffen waren Ende Oktober 2014 Kollegen aus vier verschiedenen europäischen Ländern zu besuch am Hittorf-Gymnasium. Zusammen haben wir im Rahmen des neuen EU-Förderprogramms Erasmus+ unser bewilligtes Projekt “European Memories – Collecting, Constructing, Connecting“ geplant, Ziele vereinbart, Aufgaben verteilt etc.

Das gemeinsame Arbeiten während der drei Tage fand in einer konzentrierten aber ungezwungenen, fröhlichen und entspannten Atmosphäre statt. Dabei standen die folgenden Tagesordnungspunkte im Vordergrund: Themenschwerpunkte für unser Archiv, Ort und Zeitraum der anstehenden Treffen, Prozedere für die Schülerauswahl,  Kostenberechnung der einzelnen Treffen, Organisation der Online-Zusammenarbeit, Sicherung der Schülerergebnisse, die nächsten Schritte nach diesem Treffen,...

Da wir mit unseren Partnerschulen in Chaumont (Frankreich), Bytom (Polen) und Trim (Irland) seit Jahren Schüleraustausche pflegen und die Kollegen sich gegenseitig kennen, war es nicht nur ein Arbeitstreffen von Kollegen, sondern eine produktive Begegnung unter Freunden.

 

 

 

 

Die Erasmus+ Woche in Recklinghausen (15.2. – 21.2.2015)

Der 1. Tag

Am ersten Tag kamen alle Schüler und Kollegen unserer Partnerschulen um 10Uhr in der Aula des Hittorf zusammen. Insgesamt waren 28 Schüler aus Polen, Frankreich und Irland nach Deutschland gekommen, um mit unserem Projekt “European Memories“ zu starten. Doch am ersten Tag stand erst kennenlernen auf dem Programm.

Um die Stimmung aufzulockern, gab es von den deutschen Schülern gebackene Muffins, Kuchen und Kekse für unsere europäischen Gäste. Man tauschte Namen aus, unterhielt sich über Hobbies, Fußball oder die Heimatstadt.

Nach einem halbstündigen Speed-Dating, in dem sich jeder Schüler mit jedem eine Minute unterhalten „musste“, ging es zur Erkundung in die Recklinghäuser Innenstadt. Glücklicherweise war an diesem Tag Karneval. Kann man eine Stadt bunter, fröhlicher und lauter erleben als an Karneval? So nutzten die Schüler die Zeit, um in gemischten Gruppen sich den Umzug anzuschauen und etwas durch die mit verkleideten Menschen gefüllten Straßen zu schlendern.

Anschließend gab es eine (nicht zu lange) Stadtführung der Recklinghäuser Kollegen für unsere internationalen Gäste.

Um den ersten Tag gemeinsam zu beenden, wurde zurück im Hittorf der erste Filmabend abgehalten, zu dem wir ein paar Bleche Pizza bestellten.

 

Tag 2

Es ging nach Hattingen zur Henrichshütte. In diesem Museum unseres Erasmus+ Partners, dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL), sollte am Ende der Woche unsere gemeinsame Ausstellung “European Memories“ eröffnet werden.

Um auf unser Thema “Erster Weltkrieg“ eingestimmt zu werden, organisierte unser Kooperationspartner LWL einen museumspädagogischen Tag für uns und unsere Gäste in Hattingen. Der Tag begann mit einer Führung in Kleingruppen durch die Ausstellung „Front 14/18 – Der Erste Weltkrieg in 3D“ die für unsere internationalen Gäste auf Deutsch, Englisch und sogar Polnisch angeboten wurde.

Nach der ca. zweistündigen Führung bei eisigen 2 Grad über das Gelände der Henrichshütte, gab es zur Stärkung –wie sollte es anders sein im Ruhrgebiet- Pommes Currywurst für alle.

Im Anschluss hielt der Leiter der Henrichshütte, Herr Dr. Schmidt-Rutsch einen Vortrag auf Englisch über die Vorbereitung der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, über die Geschichte der Henrichshütte und über zukünftige Projekte des LWL.

Den Nachmittag verbrachten unsere Schüler mit ihren europäischen Mitschülern 
in der schönen mittelalterlichen Stadt Hattingen, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Recklinghausen ging.

Als Abschluss dieses langen Tages gingen wir alle gemeinsam abends zum Bowling, und die Schüler hatten Gelegenheit, sich noch ein bisschen besser kennenzulernen.

 

Der 3. und 4. Tag

Endlich! Nachdem die Schüler am Vortag ausgiebig zum Thema „Erster Weltkrieg“ informiert wurden, konnte die Arbeit an den gemeinsamen Projekten starten. Die Schüler begannen in ihren internationalen Teams ihre bisherigen Rechercheergebnisse zu ihren jeweiligen Themen zu sammeln, planten wie sie ihre Ergebnisse für unser Archiv künstlerisch umsetzen wollten und suchten sich das notwendige Arbeitsmaterial heraus. Gut, dass wir im Vorfeld so viel Kleber, Farbe, Pappe, Scheren, Stifte etc. besorgt hatten!

Während der mehrstündigen Arbeitsphasen an den jeweiligen Vormittagen konnten die Schüler noch weiter zu ihren Themen im Computerraum recherchieren, ihre Ergebnisse digitalisieren und die Erinnerungsbücher zum Ersten Weltkrieg gestalten.

Es wurde aber nicht nur den ganzen Tag gearbeitet, denn schließlich sind bei so einem europäischen Projekttreffen auch der kulturelle Austausch und das gemeinsame Erleben wichtig. Mittwochmittag wurde das Gemeinschaftsgefühl durch ein Fußball- und Basketballturnier weiter gestärkt, und am Donnerstagmittag trug jedes „Land“ etwas heimattypisches vor, was die jeweiligen Schüler bereits zuhause vorbereitet hatten. So standen der irische Volkstanz Céilí, polnische Höflichkeitsfloskeln, französische Lieder und deutsche Redewendungen auf dem Programm. 

 

Tag 5: Ausstellungseröffnung

Nun war es soweit, der Tag der Eröffnung unserer Ausstellung “European Memories“ war gekommen. Am Vormittag nutzten die Teams die Gelegenheit, ihren Themenband zu vollenden, ihre dazugehörige Erinnerungsbox zu gestalten und alle Materialien für die Ausstellung zusammenzusuchen.

Nach dem Mittagessen war endlich Abfahrt zur Henrichshütte Hattingen, wo zwei Stunden Zeit blieben, die Ausstellung der Erinnerungskisten aufzubauen.

Um 18 Uhr eröffnete der Leiter der Henrichshütte, Herr Dr. Schmidt-Rutsch, zusammen mit unserem Schulleiter, Herrn Maas, die Ausstellung „European Memories“. Zahlreiche Eltern, Kollegen, und Schüler des Hittorf-Gymnasiums hatten sich eingefunden, stöberten in den Schülerbänden und betrachteten die Installationen der Erinnerungsboxen. Gegen 19 Uhr gab es für alle Gäste noch einen kleinen Imbiss, und um 20 Uhr fand für interessierte Gäste eine Fackelführung durch die nächtliche Henrichshütte statt.

 

Am Ende darf man sagen: Die Ausstellung war ein voller Erfolg. An dieser Stelle möchten wir uns vom Hittorf bei unserem Kooperationspartner, dem LWL, für die gute Zusammenarbeit und Hilfe bei der Realisierung unserer Ausstellung “European Memories“ herzlich bedanken!

Weitere Fotos zu unserer Projektwoche und die digitalisierten Projektarbeiten finden sie auf unserer Facebook-Seite "European Memories - Erasmus+".