Die Winter in Finnland können lang, dunkel, sehr kalt und schneereich sein. Ein solcher Winter prägt auch zurzeit das nordeuropäische Land. Trotzdem machten sich acht Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe des Hittorf-Gymnasiums vergangene Woche auf dem Weg zu ihrer Partnerschule Väinö Linnan Lukio im finnischen Urjala, um im Rahmen eines Erasmus+ Projekts deutsch-finnische Lebensrealitäten und Lebensgeschichten miteinander zu vergleichen.
Aus den Arbeitsergebnissen sollen unterhaltsame, spannende und lehrreiche Brettspiele entwickelt werden, die künftig nicht nur den Unterricht beider Schulen bereichern sollen, sondern auch in der Stadtbibliothek Recklinghausen ab Sommer ausgeliehen werden können. So wird momentan beispielsweise von dem Projektteam an einer neuen, deutsch-finnischen Version von „Mensch ärgere dich nicht“ und „Monopoly“ gearbeitet.
Neben der internationalen Projektarbeit stand jedoch auch die geographische und kulturelle Erkundung Finnlands auf dem Programm der Schülerinnen und Schüler des Hittorf-Gymnasiums. So wurde nicht nur ein emotionales Eishockeyspiel im Tampere besucht, Tagesausflüge in die Hauptstädte Helsinki und sogar ins estnische Tallinn unternommen, sondern auch gemeinsam ein „finnischer Abend“ gefeiert - inklusive Grillen im Schnee, Eishockey auf einem zugefrorenen See, Entspannung in einer finnischen Sauna und sogar Eisbaden bei Temperaturen bis minus 15 Grad. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Eis in der deutsch-finnischen Zusammenarbeit endgültig gebrochen.
Europäische Projekte werden auch künftig das schulische Programm am Hittorf bereichern, da das Hittorf-Gymnasium als „Erasmus+ Schule“ vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) akkreditiert worden ist. Somit werden internationale Schulprojekte nicht nur mit der finnischen, sondern auch mit der französischen, spanischen und zukünftig auch wieder mit der britischen Partnerschule dank der Erasmus+ Förderung in Form von Schüleraustauschen und Schulaufenthalten realisiert werden können und so das internationale Schulprofil des Hittorf-Gymnasiums weiter verstärken.
